Medienecho - Ludwig Mathar Das Jahr 1933 bedeutete jedoch für sein Schaffen einen tiefen Einschnitt. Der rheinische Katholik paßte  nicht in das Konzept des Dritten Reiches. Aber Mathar konnte veröffentlichen. Damit war auch er in den Zwiespalt des Versuches  eines Arrangements und der inneren Emigration gestellt.  Das Schwinden des publizistischen Erfolgs nötigte ihn, während des Zweiten WeItkrieges noch einmal in  den Schuldienst zu gehen. Die letzten Lebensjahre verbrachte er in Monschau. Hier widmete er sich  ausschließlich Fragen der Heimatgeschichte. Am 14. April 1958 ist Ludwig Mathar nach einem bis  zuletzt aktiven Leben gestorben. Die Entdeckung und die Wiederentdeckung der Eifel Verhältnismäßig spät wird die Eifel Gegenstand der Landschaftsmalerei. Die Spätromantiker und  Frührealisten entdecken sie. Hier sei nur an das Werk eines Caspar Scheuren oder eines Andreas  Achenbach erinnert. In den letzten Jahren hat jedoch eine Wiederentdeckung der romantischen und  realistischen Eifelmalerei eingesetzt. Dabei finden auch neuere Eifelmaler eine lebhafte Resonanz.  Ähnliches läßt sich auch für die Eifeldichtung sagen. Erstaunlich reich war die Eifel im ausgehenden 19.  und beginnenden 20. Jahrhundert an literarischen Begabungen. Clara Viebig (17. 7. 1860 - 31. 7.  1952) ist die älteste unter den Heimatschriftstellern. Zwei Jahrzehnte jünger sind Jakob Kneip (24. 4.  1881 - 14. 12. 1958), Ludwig Mathar und Josef Ponten (3. 6. 1883 - 5. 4. 1940). Kneip und Mathar waren Freunde. Beide waren im höheren Schuldienst jahrzehntelang in Köln tätig.  Beide verbanden Heimatliebe mit Glaubenskraft. Beider Werk zeugt davon. Ihre Freundschaft hat Jakob  Kneip in seinem Brief zur Vollendung des 60. Lebensjahres Ludwig Mathars zum Ausdruck gebracht.  Wenige Tage Zuvor, am 31. Mai 1942, hatte der erste schwere Luftangriff auf Köln den Reiseverkehr in  die Stadt fast lahmgelegt. Kneip machte nach vergeblichem Versuch, in die Stadt zu gelangen, kehrt  und entschloss sich zu einem Geburtstagsbrief, in dem er Mathar versicherte, daß er sich niemandem  so wie ihm geistig verwandt fühle, nicht zuletzt verbunden in der inneren Abwehr gegen den Ungeist  der Zeit. Home zurück weiter