Medienecho - Ludwig Mathar Walter Reuter, Vor zwanzig Jahren starb Ludwig Mathar Monatsblätter des Geschichtsvereins, 14. Jahrg., April 1978 Verlagsdruckerei H. Doepgen, St. Vith, 1978 Vor zwanzig Jahren starb Ludwig Mathar Von Walter Reuter Als er am Nachmittag des 15.April 1958 im Krankenhaus seiner  Vaterstadt Monschau für immer von dieser Welt Abschied nahm,  war Ludwig Mathar eine der bekanntesten Persönlichkeiten des  Monschauer Landes. Seit Jahrzehnten hatte er sich in Liebe dem  Studium der Geschichte seiner engeren Heimat gewidmet. Vorher  war es nur wenigen anderen wie ihm gelungen, den Werdegang  der Landschaft am Hohen Venn und an der Roer sowie die  Wesensart der Bevölkerung dieses Gebietes so eingehend zu  erforschen und sie in zahlreichen Aufsätzen so treffend zu  schildern.  Ludwig Mathar erblickte am 5. Juni 1882 im romantischen  Roerstädtchen Monschau das Licht der Welt. Nachdem er die  Volksschule und das Gymnasium absolviert hatte, wandte er sich  zunächst dem Studium der Theologie zu. Doch bald fühlte er sich mehr zur Philosophie, zur Geschichte  und zur Kunstgeschichte hingezogen. Das Studium führte ihn nacheinander an die Universitäten Bonn,  Freiburg i.Br. und München, wo er mit einer Abhandlung über den italienischen Theaterschriftsteller  Goldoni promovierte. Lehrstellen als Studienrat an den Gymnasien in Münstereifel, Neuß und Köln  (Kreuzgasse) waren die weiteren Stationen seines Lebens.  Als der erste Weltkrieg zu Ende war, versuchte sich Mathar in der Schriftstellerei. Nach einigen  kleineren Feuilletons veröffentlichte die Kölnische Volkszeitung 1922 seinen ersten Roman “Lex Martini”,   der noch im gleichen Jahr unter dem Titel "Die Monschäuer” als Buch erschien. Diese humorige   Home weiter