Medienecho - Ludwig Mathar Wahrscheinlich stammt die Familie Mathar aus Sart-lez-Spa, denn für dieses Dorf an der Westseite des   Hohen Venns ist der Familienname zuerst belegt. Dort lebte 1595 Mathieu Collin. Im Dorfe nannte man  ihn und seine Familie einfach Mathar, d.h. „zu Mathieu gehörig“ oder „von Mathieu abstammend“. Daher  trug sein Sohn Meichior nicht mehr den Zunamen Collin sondern Mathar, also Melchior Mathar, was  soviel bedeutet wie „Melchior, Sohn von Mathieu“. Dieser Melchior Mathar war Bürgermeister von Sart-  lez-Spa.  Nach 1602 findet man in den Archiven des wallonischen Dorfes den Namen jedoch nicht mehr. Es ist  anzunehmen, daß Melchior Mathar und seine Nachkommen die Ortschaft verließen und sich in Eupen  ansiedelten. Hier stößt man im Jahre 1619 zum ersten Mal auf den Namen Mathar. Träger dieses  Namens gibt es auch heute noch in der Weserstadt.  Nun aber zurück zu Ludwig Mathars literarischem und geschichtskundlichem Schaffen. Nachdem durch  den Führererlaß vom 18. Mai 1940 das Gebiet von Eupen-Malmedy ins Deutsche Reich eingegliedert  worden war, entstanden nicht wenige Schriften, die sich mit diesem Landstrich befaßten. So erschien  u.a. 1941 das Buch „Das heimgekehrte Eupen-Malmedy-St.Vith. Landschaft, Volk, Kultur“. Verfasser  war Ludwig Mathar.   Heute könnte man geneigt sein, über den Autor den Stab zu brechen, da der Titel vermuten läßt, daß es  sich nicht um eine objektive Darstellung des besagten Gebietes handelt. Letzteres mag in einigen  Punkten stimmen, aber man darf nicht vergessen, daß die Schriftsteller der damaligen Zeit unfreie  Menschen waren. Wir können dem Verfasser selbst auch keine Vorwürfe machen, wenn er als  »Reichsdeutscher« seiner Freude über die Wiedereingliederung eines frü her abgetretenen Gebietes  Ausdruck gegeben hat. Wenn wir dies nämlich aus dem Auge verlieren, besteht die Gefahr, daß der  Autor in ein falsches Licht gerückt wird,.  Wenn wir in diesem Jahr an Ludwig Mathar erinnern, dann tun wir es, weil er das Land am Hohen Venn  mit großer Begeisterung in seinen Werken geschildert hat. Als Heimatdichter hat er sich um seine  Vaterstadt und um die nahe Moor- und Heidefläche verdient gemacht.  Home zurück weiter